Kinder-Kirche – Die Schöpfungsgeschichte

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Die Schöpfungsgeschichte

Am Anfang aller Zeit war alles dunkel. Es war immer Nacht. Noch nichts war da. Nein, das stimmt nicht. Alles war da, denn Gott war schon da. Er erfüllte das Dunkel. Und aus dem Dunkel erschuf Gott die Welt.

Er dachte: Wir brauchen Feuer. Feuer leuchtet im Dunkeln und Feuer macht es warm. Alles, was lebt, wird Wärme brauchen. Ganz großes Feuer macht alles heiß und alles leuchtet grell. Das tut dem Leben nicht gut, es wird es verbrennen.

Wir brauchen ein Feuer, das nicht zu heiß und nicht zu nah ist. Wir brauchen ein Feuer, das nicht zu hell ist. Wir brauchen ein Feuer, was immer für uns da ist. Und er schuf die Sonne. Die Sonne ist die Mutter aller Feuer. Die Sonne ist gut und sehr stark, aber sie ist weit genug weg, so dass sie das Leben nicht verbrennt. Sie leuchtet für uns am Tag. Und sie ruht sich aus in der Nacht, so wie wir uns ausruhen in der Nacht. In der Nacht ist Gott aber da. Bei uns und bei allem.

Das ist die Geschichte des Feuers.

Dann dachte Gott: Das Leben braucht einen Raum, der es schützt und es braucht einen Raum, in dem es frei leben kann. Gott erschuf den Himmel. Den Himmel erfüllte er mit Luft. Die Luft gab dem Leben den Atem, die Luft gab dem Leben ein weiches Polster, in dem es wachsen konnte. Nun konnte das Leben wachsen mit Sonne und Himmel, mit Feuer und Luft. Und Feuer und Luft gehörten von nun an zusammen. Am Himmel war die Sonne und ohne Luft konnte das Feuer nicht sein.

Das ist die Geschichte der Luft.

Dann dachte Gott: Das Leben braucht einen Platzt um sich fest zu halten, einen Platz an dem es sich zu Hause fühlt. Ein Ort, von dem es sich der Sonne und dem Himmel entgegenstrecken kann. Gott erschuf die Erde. Die Erde war fest. Und sie war auch  weich. Sie gab dem Leben einen Ort, in dem es sich einkuscheln konnte, in dem es sich verstecken konnte. Die Erde gab dem Leben Halt. Wie eine gute Mutter.

Das ist die Geschichte der Erde.

Dann dachte Gott: Das Leben ist anstrengend. Es braucht eine Quelle, an der es sich erfrischen kann. Die gute feste Erde wird von der Luft aufgewirbelt. Staub wird das Leben bedecken. Also braucht das Leben etwas, womit es sich reinwaschen kann. Die Sonne wird die Erde wärmen, das Leben braucht etwas, womit es sich kühlen kann, wenn ihm mal zu warm wird. Für manches Leben wird die Erde zu hart sein, es braucht ein Raum, der es trägt und beschützt und in dem es trotzdem fliegen kann. Gott erschuf das Wasser. Das Wasser war ein Segen für alles Leben. Denn das Wasser hatte dem Feuer, der Luft und der Erde gefehlt. Aber das Wasser brauchte auch die Erde. Denn  die Erde teilte dem Wasser seinen Platz zu. Und das Wasser brauchte die Luft, denn sie waren wie Bruder und Schwester, denn sie hatten vieles gemeinsam und sie halfen einander. Das Wasser brauchte aber auch das Feuer. Denn das Feuer wärmte auch das kühle Wasser und ließ kleiner werden, wenn es zu viel geworden war.

Das ist die Geschichte des Wassers.

Als Gott das Wasser geschaffen hatte, sah er, dass alles miteinander gut war. Jedes Element allein war sehr wichtig. Aber zusammen waren sie füreinander viel wichtiger. Als Gott sah, dass alles so gut war, ließ er das Leben kommen. Und dann erschuf Gott die Pflanzen, die Tiere und die Menschen. Und alle fühlten sich geborgen in der Welt aus Feuer, Luft, Erde und Wasser.

 

Quelle: www.kinderkirche.de

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